zu unserer Arbeit oder den Trainingsverfahren
Von Zeit zu Zeit erreichen uns Briefe von Therapeuten, Ärzten, Eltern und sogar Kindern, die über Erfahrungen mit den Trainingsgeräten und -methoden berichten.
Viele enthalten wertvolle Tips zu den unterschiedlichen Trainingsformen. Daher möchen wir Ihnen Gelegenheit geben, diese Tips direkt zu lesen und umzusetzen.
Beachtliche Steigerung zur RealschulprüfungSehr geehrter Herr Warnke!
Von der 1. Klasse an war mir die Schule ein Grauß. Weil man nicht wusste, warum meine schriftlichen Leistungen so miserabel waren, galt ich bis ca. 3 Monate vor meinem Realschulabschluss als Legastheniker. Dank einer guten Bekannten, die über Jahre hinweg als Therapeutin mit mir Deutschtraining gemacht hat, bekam ich den Tipp, mich an Sie zu wenden. Nachdem ich bei Ihnen gewesen war, änderte sich schlagartig mein Leben. Plötzlich konnte ich mich konzentrieren und schrieb nur noch gute Arbeiten. Ein wahnsinniges Feeling! Das Ergebnis von nicht einmal 3 Monaten täglichen Trainings warn, dass ich bei meiner externen Realschulprüfung ein Abschlusszeugnis mit dem Durchschnitt von 2,7 bekam. Mein Winterhalbjahreszeugnis lag bei einem Durchschnitt von 3,75, also eine beachtliche Steigerung in so kurzer Zeit.
Bevor ich zu Ihnen kam, hätte ich nie gedacht, je die Chance zu haben, mein Abitur zu machen.
Vielen herzlichen Dank für Ihre Hilfe
Ihr
Alexander H.
Ich brauche den Brain-Boy und vor allem den Lateraltrainer, aber auch die Wippe jeden Tag, jede StundeLieber Herr Warnke,
MIR macht es Spass, dass ich Ihre Methode kenne! Ich brauche den Brain-Boy und vor allem den Lateraltrainer, aber auch die Wippe jeden Tag, jede Stunde. Ich bin wirklich überzeugt, dass ich als Logopädin enorm anders arbeiten kann mit diesen Hilfsmitteln und dem dazugehörigen Know-How im Hinterkopf.
Im Moment weilt gerade ein Kindergarten-Zwerglein bei mir mit einer umfassenden Spracherwerbsstörung. Auch er sieht süss aus mit den Kopfhörern. Er ist Bagger-Fan und wähnt sich jeweils als Baggerführer mit Kopfhörer und Mikrofon, verbunden mit dem Kranführer! Das Lateral-Training hilft ihm enorm und macht zugleich Spaß.
Mein jüngster Lateraltrainer-User ist 2 und hat eine operierte Lippen-Kiefer-Gaumenspalte. Im Moment probiere ich Lateraltrainer und Brain-Boy bei einer erwachsenen Parkinsonpatientin aus (sie spricht nur noch leise, hat keine Prosodie mehr, keine Tonhaltedauer).Na, ja, ich geniesse es einfach, Logopädin zu sein - es ist ein toller Beruf!
S. Wyss-Oeri
Logopädin, Schweiz
Warnke ist eines der ganzheitlichsten Modelle, das ich kenneHier einfach ein paar grundsätzliche Gedanken zu „Warnke-Verfahren“.
Viele neue und gute Ideen sind immer aus „Querdenker-Ecken“ gekommen. (Ich denke an die neuere Kontroverse Darwinsches Modell kontra Quantendenken, das aus der Physik entstanden ist. Vernetzt oder linear <-> ganzheitlich oder punktuell? Viele neue Ideen bewähren sich, andere weniger. Sie fallen wieder weg, genauso wie viel Altes auf Irrtümern basiert. Lernen ist ein dauerndes Ringen. Dies nur als Vorspann.
Wie ist das nun mit „Warnke“?
Wenn wir das ganze Modell „nur“ auf den Brain-Boy reduzieren und denken, alle auditiven Probleme könnten dadurch gelöst werden, dann irren wir uns gewaltig. Wir reduzieren ein Netz auf einen einzelnen Punkt. (Darwin gegen Einstein?)
Warnke, wenn wir uns näher damit befassen, ist eines der ganzheitlichsten Modelle, die ich kenne. Es kümmert sich bei näherer Sicht genauso um die ganze sensorische Integration, wie es sich mit Lernverhalten (NLP, Neurofeedback, der Ernährung), aber auch, und im speziellen mit dem ganzen Spektrum des Hörens, des Hörverhaltens und dessen Training auseinandersetzt. Wahrscheinlich steckt noch mehr an Möglichkeiten darin, die vielleicht (noch) nicht ausgelotet sind oder die ich (noch) nicht kenne, denn es ist ein sich ständig entwickelnder Ansatz.
Schauen wir über die Landesgrenze nach Deutschland, können wir sehen, dass dort schon Einiges an Forschung und an Forschungsergebnissen vorliegt in Bezug auf Wirksamkeit und Auslotung dieses Verfahrens.
Bevor wir ein Verfahren als unwirksam oder unwissenschaftlich ausschliessen, weil es vielleicht nicht in einer akademischen Ecke geboren wurde, wäre es sicher weise, uns mehr damit auseinanderzusetzen. Das können wir aber nicht, wenn wir ein Element aus dem Ganzen nehmen, es einsetzen und dann bei Misserfolg der Methode Schuld geben. Wir trainieren auch nicht mehr nur den Mund und behaupten, dass dies die ganze Logopädie umfasse.
Dies nur ein paar Gedankenanstösse. Ich meine es wäre weise aufzubrechen und neue, eventuell wirksame Methoden mindestens unvoreingenommen zu prüfen, wenn wir nicht riskieren wollen, von der Heilpädagogik im schulischen Bereich abgedrängt zu werden und uns dann „nur“ noch der klinische Bereich bleibt.
Dies die Gedanken einer „alten“ Logopädin, die nun bald abtritt und sich darum nicht mehr darum kümmern muss „konform“ zu sein.
Margaretha Vögeli,
dipl. Logopädin, Meilen
Anmerkung: Dieser und weitere Leserbriefe, die Sie unter www.reaktionen.meditech.de abgedruckt finden, erreichten die Herausgeber der Schweizer Logopäden-Zeitschrift aufgrund eines von dort abgegebenen Aufrufs zur Abgabe von Erfahrungsberichten zum Warnke-Verfahren.
Das Warnke-Verfahren nicht auf den Brain-Boy reduzieren!Liebe Frau Reinhart,
Gerne nehme ich Bezug auf Ihren Artikel im DLV Aktuell 4/2006, in welchem Sie um Erfahrungen mit dem Warnke-Verfahren bitten. Auf Wirksamkeitsstudien möchte ich nicht näher eingehen, diese sind unter der www.meditech.de zu finden.
Nachstehend meine Bemerkungen:
Ich wende das Warnke-Verfahren mit Integration der Bereiche Hören/Sehen/Motorik seit drei Jahren fast täglich an. Die Erfolge sind viel versprechend und schlagen sich bei ca. 80 % meiner Klientel positiv nieder.
Der Anwendungsbereich liegt hauptsächlich bei LRS, daneben aber auch Dyslalien, Redefluss¬störungen, Stimmstörungen, LKGS und Hörbeeinträchtigungen.
Das Training der Basisfunktionen mit dem Brain-Boy Universal als solches ist bei entsprechender Diagnostik ein absolutes Muss und schafft das notwendige Fundament für die weiterführende Therapie. Darauf aufbauend ist es unbedingt notwendig, mit dem Lateral Trainer zu arbeiten, womit die Automatisierung und der Transfer auf die sprachlichen Ebenen stattfinden können. Leider wird in Fachzeitschriften und Mundpropaganda allerdings immer vom Brain-Boy gesprochen, der das Anwendungsgebiet auf dieses eine Gerät beschränkt. Auf die darauf aufbauenden weiterführenden Methoden wird leider nicht eingegangen.
Zudem profitiere ich als Kooperationspartnerin der Firma MediTECH von einem ausgezeichneten fachlichen Netzwerk, welches mir bei jeglichen Fragen aus dem therapeutischen Alltag zur Verfügung steht. Ebenso wurden viele therapeutische Hilfsmittel entwickelt, die in der logo¬pädischen Praxis sehr gut eingesetzt werden können. Wöchentliche Informationen zu neuesten Studien rund um das Thema der AVWS und eine fachliche Austauschplattform via Internet ermöglichen es, auf dem neuesten Wissensstand zu bleiben.
Dies mein Feedback in kurzen Stichworten.
Mit freundlichen Grüssen
Iris Indri,
Logopädin Basel
Anmerkung: Dieser und weitere Leserbriefe, die Sie unter www.reaktionen.meditech.de abgedruckt finden, erreichten die Herausgeber der Schweizer Logopäden-Zeitschrift aufgrund eines von dort abgegebenen Aufrufs zur Abgabe von Erfahrungsberichten zum Warnke-Verfahren.
Das Warnke-Verfahren ist viel mehr als das, was Prof. von Suchodoletz versucht darzustellenLiebe Kollegen, liebe Kolleginnen,
Als Anwender des Warnke-Verfahrens habe ich den Artikel von Prof. W. von Suchodoletz aufmerksam gelesen und möchte hier meine praktischen Therapie-Erfahrungen mitteilen.
Prof. von Suchodoletz schreibt in seinem Artikel allgemein über alle Methoden zur Therapie auditiver Wahrnehmungsstörungen, und eine differenzierte Vorgehensweise rund um das Warnke-Verfahren hat er leider nicht gemacht. Deshalb ist es mir wichtig, eine Richtigstellung der Dinge vorzunehmen.
Hier ein paar kritische Punkte zu seinem Artikel:
Von Suchodoletz behauptet, dass zur Diagnostik auditiver Wahrnehmungsstörungen vorwiegend verbale Tests empfohlen werden. Anders ist es beim Warnke-Verfahren: es wird nicht nur die auditive Wahrnehmung diagnostiziert, sondern auch die Motorik, das Sehen, das Lesen und das Schreiben etc.
Er schreibt, (Seite 22) dass er zur Überprüfung der Wirksamkeit des Warnke- Verfahrens lediglich die auditive und visuelle Ordnungsschwelle sowie das Richtungshören eingesetzt habe. Somit reduziert er das Warnke Verfahren auf drei Wahrnehmungsfunktionen. Demzufolge konnte er auch die Studienergebnisse von Prof. Tewes et al., 2003, nicht bestätigen.
Er schreibt weiter: „Ein Ordnungsschwellen- und ein Richtungshörtraining sind somit nicht als effektive Therapieverfahren für die Behandlung von Kindern mit Defiziten in der Laut- oder Schriftsprache anzusehen“.
Für mich als Anwender des Warnke-Verfahrens ist es klar, dass das Warnke-Verfahren nicht nur auf einzelne Übungen des Brain-Boy-Trainings reduziert werden kann.
Das Verfahren ist viel mehr als das, was Prof. von Suchodoletz in seiner Studie versucht darzustellen. Wie bei anderen Therapiemethoden benötigt es auch in diesem Therapie¬verfahren, sich eine seriöse Einschulung und Weiterbildung anzueignen. In der Schweiz ist dafür die MediTECH unter der Leitung von Frau Maja Rajgl und Herrn Zdenek Rajgl mit ihren Seminaren, Workshops, Anwendertreffen, etc. zuständig. Sie leisten einen wichtigen Beitrag, damit das Warnke-Verfahren von Fachleuten aus pädagogischen und therapeutischen Bereichen professionell und korrekt angewendet und weiterentwickelt wird.
Erfahrene Anwender benützen regelmässig und intensiv den Lateraltrainer sowie andere Übungen aus der Sensomotorik.
In der logopädischen Therapie setze ich das Warnke-Verfahren seit Jahren bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen erfolgreich ein. Es kann je nach Bedarf als mono oder multimodal eingesetzt werden.
Für mich ist das Warnke-Verfahren eine wichtige Therapiemethode geworden und hat einen festen Platz in meiner Methoden-Wahl eingenommen.
M. Malaj,
Logopäde aus Stans
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Nur die gezielte Förderung aller defizitärer Bereiche ist ethisch vertretbarGerne möchte ich eine kurze Stellungnahme zum Warnke – Verfahren „abliefern“ :
Im vergangenen Jahr habe ich die „Warnke-Kurse“ I und II in Birmensdorf besucht. Den Lateral¬trainer benutze ich seit November regelmässig in der Therapie, den Brain- Boy schon etwas länger. Mit beiden Geräten habe ich gute Erfahrungen gemacht. Die Kinder arbeiten sehr gerne damit. Den Lateraltrainer setze ich auch in der Artikulationsbehandlung, der Stimmschulung und mit Stotterern mit Erfolg ein.
Gefreut hat mich gerade die se Woche das Feedback eines Therapiekindes (9;9 Jahre, schwere Leseschwäche: „Meine Mami hat gesagt, ich kann jetzt schon viel besser lesen!“ – Dies widerlegt natürlich nicht die Schlussfolgerung von Herrn Prof. Dr. med. W. von Suchodoletz, wonach auditive Therapieverfahren ohne Nutzen seien.
In der Praxis stellt das Training der auditiven Wahrnehmungsfunktionen einen von vielen Bausteinen dar. Nur die gezielte Förderung aller defizitärer Bereiche ist ethisch vertretbar. Daher wird es kaum möglich sein, aus der logopädischen Alltagspraxis wissenschaftliche Beweise zu erbringen.
Mir persönlich reichen die in erst kurzer Zeit gesammelten, ausschliesslich positiven Erfahrungen zum Dranbleiben – und die Kurse zum „Warnke-Verfahren“, von Frau und Herrn Rajgl ausgezeichnet organisiert und begleitet, wärmstens zu empfehlen.
Mit freundlichen Grüssen
Isabelle Kündig – Beck
Dipl. Logopädin
Basel
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Arbeite als Logopädin erfolgreich mit Lateral-TrainerIch arbeite an einer Primarschule im Zürcher Unterland als Logopädin und setze dort regelmässig den Brain-Boy und den Lateral-Trainer ein. Ich arbeite sehr gerne mit beiden Materialien und schätze sie als Diagnostik- und Fördermaterialien. Man kann vor allem mit dem Brain-Boy an der Basis ansetzen und so bestimmte Bereiche aufarbeiten.
Der Erfolg in der Therapie und auch die Rückmeldungen von Lehrpersonen bestätigen mir immer wieder, dass ich mit dem Einsatz der Materalien den richtigen Weg einschlage. Den Lateraltrainer habe ich schon des öfteren weiterempfehlen können und auch von dort kamen nur positive Rückmeldungen.
Ein weiteren wichtigen Punkt finde ich die Motivation, mit der die Kinder an die "Arbeit" gehen.
Sie sehen sofort den eingestellten Erfolg und hoffen natürlich, dass sie in der nächsten Stunde vielleicht schon eine tiefere Zahl auf dem Display erzielen.
Ich freue mich auf die Ausgabe im März und die Antworten meiner Kollegen.
Liebe Grüsse
Daniela Spengruber,
Logopädin Bachenbülach
Anmerkung: Dieser und weitere Leserbriefe, die Sie unter www.reaktionen.meditech.de abgedruckt finden, erreichten die Herausgeber der Schweizer Logopäden-Zeitschrift aufgrund eines von dort abgegebenen Aufrufs zur Abgabe von Erfahrungsberichten zum Warnke-Verfahren.
"Arbeiten innerhalb eines ganzheitlichen Konzepts" - Sibylle Wyss-Oeri (Dipl.-Logopädin)Ich bin von Natur aus ein neugieriger Mensch. So kommt es, dass ich in meinen 20 Jahren Praxis als ambulant tätige Logopädin immer wieder auch mal Kurse zu Behandlungskonzepten besucht habe, welche kritisiert worden sind und von welchen mein berufliches Umfeld beim genaueren Nachfragen doch nicht so genau wusste, warum es genau was ablehnte. So habe ich im Januar 2005 meinen ersten Kurs bei Fred WARNKE in Spiez besucht. Ich wollte es genau wissen!
Ich war und bin sehr froh, dieses umfassende Konzept zur Abklärung und Behandlung von Kindern mit zentral auditiven Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen kennen gelernt zu haben. Seien wir doch ehrlich: in wie vielen Diagnosen halten wir LogopädInnen im Rahmen einer Spracherwerbs- oder einer Schriftspracherwerbsstörung eine auffällige auditive Wahrnehmung fest, ohne dass wir in der Folge ein greifendes Konzept für die Therapie hatten. Das WARNKE-Konzept, ausgehend von Herrn Warnke senior, weiterentwickelt durch sein Umfeld (Sohn Ralph Warnke, Winfried Scholtz u.a.) ist gemäss meiner Erfahrung ganzheitlich und umfassend. Über die umstrittene Nachhaltigkeit kann ich mit keiner grossangelegten Follow-Up-Studie aufwarten; ich arbeite erst seit zwei Jahren in immer umfassenderem Masse mit dem Warnke-Material. Meine bisherige Erfahrung damit und mein Bauchgefühl sagen mir, dass dieses Konzept kleinen und grossen Menschen helfen kann, da es wirklich an der Basis (low level: motorisch, auditiv, visuell) beginnt.
Ich bin allerdings der Überzeugung, dass das Arbeiten innerhalb eines ganzheitlichen Konzeptes auch heisst, dass ich wirklich alle Materialien gezielt und gemäss „Gebrauchsanleitung“ einsetze (ich denke an den Brain Boy, den Lateraltrainer, die Wippe, das Rollrett, die Walze usw). Wenn ich den Artikel von Prof. Dr. med. von Suchodoletz richtig verstehe, haben die Probanden nur einen Teil des Brain Boy Trainings absolviert und es sind keine weiteren Aspekte aus dem WARNKE-Konzept in die Studie eingeflossen (vgl. Forum Logopädie, Heft 5/ 2006, Seite 22). Auch denke ich, dass ich erst durch die absolvierten Kurse und dort durch den interdisziplinären Austausch meine treibende, motivierende therapeutische Haltung habe erarbeiten könne, so dass ich Kinder, Eltern und Lehrkräfte gewinnen und überzeugen kann, mit mir ein Stück ihres Weges zu gehen. Ebenso ist es vor einem Training wichtig, eine allfällige Triage vorzunehmen (bspw. weitere Abklärungen einleiten) und das Therapiekonzept interdisziplinär zu planen. Einem Kind ohne umfassende Beurteilung, ohne Konzept und eventuell sogar ohne Begleitung einen Brain Boy in die Hand zu drücken, führt sicherlich nicht zu einer Veränderung. Dementsprechend sollte die negative Kritik an einem Verfahren, das anders verstanden und gelebt werden will, mit Vorsicht aufgenommen werden.
Zum Schluss noch eine Bemerkung zu einer oft geäusserten anderen Kritik am Warnke-Verfahren. Es stimmt zwar, dass alle Trainings mit recht teurem Material in Verbindung gebracht werden müssen. Ich bin aber an keinem der Kurse dazu gedrängt worden, irgendetwas zu kaufen. Auch ist die telefonische Beratung durch MediTECH genial. Am Telefon sitzt eine Logopädin, die „meine Sprache spricht“ und mir immer wieder auch Tipps gibt, die Materialien voll und ganz auszunutzen. Sicher führen viele Wege nach Rom... Ich habe für mich einen guten Pfad gefunden!
Sibylle Wyss-Oeri,
Logopädin Bern,
wyss.oeri@bluewin.ch
Februar 2007
Anmerkung: Dieser und weitere Leserbriefe, die Sie unter www.reaktionen.meditech.de abgedruckt finden, erreichten die Herausgeber der Schweizer Logopäden-Zeitschrift aufgrund eines von dort abgegebenen Aufrufs zur Abgabe von Erfahrungsberichten zum Warnke-Verfahren
Auszug aus einem Brief der Mutter von Julia H.*„Ende Februar 1996 stellten wir unsere damals knapp sieben Jahre alte Tochter Julia bei Herrn Warnke vor, und zwar auf Anraten unserer Ergotherapeutin. Herr Warnke stellte fest, daß unsere Tochter trotz eines einwandfreien peripheren Hörvermögens unter einer Hörverarbeitungsstörung litt. Er stellte anhand des Wahrnehmungs-Trennschärfe-Tests fest, daß Julia bei den kritischen Konsonanten b-d-f-g-k-p-t-w nur eine Erkennungsrate auf beiden Ohren von 50% hatte. Herr Warnke empfahl uns daraufhin ein tägliches Training mit dem von ihm entwickelten Audio-Video-Trainer.
Mitte März kauften wir den AV-Trainer, und dann ging es los. Wir übten täglich 10-15 Minuten abends mit Julia. Zuerst nach dem vorgegebenen Muster; danach ergänzten wir immer neue Dinge. Hier einige Beispiele: Wir begannen mit dem Wiederholen sinnfreier Silben. Julia konnte mit großer Mühe 3 Silben behalten, mittlerweile sind es 6-7 Silben. Wir spielten auch „Ich packe meinen Koffer mit ..." anfangs mit 3 Teilen; später konnte Julia bis zu 10 Dinge wiederholen. Das war im September 1996. Wir übten mit dem Keyboard auch Hoch-Tief-Töne, und zwar auch über den AV-Trainer, und Julia konnte ab ca. Mitte Oktober sogar Halbtöne unterscheiden.
Alles schulische Lesen sowie Kinderbücher und Musik wurden über den AV-Trainer vermittelt. Wortspiele mit bis zu drei Doppelwörtern (Fensterbank - Kuchenstück - Buchenblatt) kann sie nun wiederholen. Ende November 1996 wurden in der Medizinischen Hochschule unter anderem die Hirnströme gemessen und festgestellt, daß die Werte völlig normal wären. Diese Erfolge schreiben wir eindeutig dem Training mit dem AV-Trainer zu. Erwähnen möchte ich noch, daß Julia jetzt beginnt, rückwärts die Wörter zu lesen, vorher war es schon vorwärts schwierig genug. Das zeigt doch eindeutig, daß sie nun Spaß am Lesen findet. Der AV-Trainer wird auch noch des öfteren von Julias Geschwistern (11 und 14 Jahre alt) zum Englisch- und Französischlesen und Vokabelüben benutzt."
Mitteilung des Neurologen und Psychiaters Joachim R.*Lieber Herr Warnke,
(...) gestatten Sie mir, Ihnen zum Jahreswechsel meine Anerkennung auszusprechen.
Mir gefällt, wie Sie das Thema der zentralen Hörstörungen bearbeitet haben. Sie haben sich bemüht, vorhandenes Wissen sachlich und vorteilsfrei zu sammeln. Ihr Trainingsprogramm ist in der Idee kreativ und in seinem Ablauf konsequent durchdacht.
Ich kann nicht beurteilen, ob zentrale Hörstörungen und eine verminderte Ordnungsschwelle die zentrale Störung bei LRS-Kindern ist. Sicher aber haben Sie damit einen wesentlichen Aspekt der Störung erkannt und bieten eine erfolgsversprechende Methode an, die Defizite auszugleichen.
Bitte setzen Sie auch im nächsten Jahr Ihre Arbeit so ansteckend engagiert fort! Ich wünsche Ihnen dabei viel Erfolg.
Ihr Joachim R.
Neurologe und Psychiater
Reaktion von Petra F.*Sehr geehrte Damen und Herren!
Nach 4 Jahren mittelmäßig erfolgreicher Ergotherapie bei einem anderen Therapeuten und nun einem halben Jahr intensiver Ergotherapie bei Herrn Michael Mönkemeyer, konnte die Behandlung meines Sohnes Fabio jetzt erfolgreich beendet werden.
Dafür bin ich seinem Therapeuten, Herrn Mönkemeyer dankbar. Durch die "Warnke-Methode", die Fabio seit einem ½ Jahr von seinem Therapeuten erfahren hat, sind seine schulischen Leistungen rapide gestiegen.
Herr Mönkemeyer hat vor ca. einem Jahr mit der Fortbildung dieser Methode begonnen. Ohne ihn hätte ich als "Laie" auf diesem Gebiet nicht weitergewusst. Die Übungsmethoden und Tipps, die ich bekam, kann ich jeder betreffenden Mutter weiterempfehlen, somit auch den "Brain-Boy", den ich von Ihrem Institut bezogen habe. Er dient meinem Sohn auch weiterhin als super Hilfe für seine Konzentrationsschwäche.
Ich werde Ihr Institut und Michael Mönkemeyer gern weiter empfehlen!
Mit freundlichen Grüßen Petra F.
Schulwechsel - grandioser Erfolg für Stefan K.*Sehr geehrter Herr Warnke,
Überglücklich kann ich Ihnen mitteilen, dass mein Sohn Stefan nach anderthalb Jahren die Sonderschule für Sprachbehinderte zum 1. Februar verlassen durfte. Ohne Ihre Hilfe hätte Stefan den Absprung so schnell nicht geschafft. Von 74 eingeschulten Kindern schaffen den Sprung zur Regelschule nur ca. 10 Schüler nach drei Jahren! Dass Stefan dann auch noch die Schule zum Halbjahr verlassen konnte, ist eine Sensation! "So etwas haben wir noch nie erlebt."
Stefan hat mit ca. vier Jahren erst etwa zwanzig Wörter gesprochen. Im Laufe von drei Jahren konnte eine leichte Wahrnehmungsschwäche durch Ergotherapie behoben werden. Die erfolgte ambulante Sprachtherapie zeigte zwar Erfolge, reichte aber für eine Einschulung in die Regelschule eindeutig nicht aus.
Im November 1997 stellte die Lehrerin fest, dass Stefan ein vierzeiliges Kindergedicht nicht aufsagen konnte. Die Untersuchung durch Herrn Dr. R. bestätigte die Beobachtungen der Lehrerin: extrem verkürzte Hör-Gedächtinis-Spanne und zentrale Fehlhörigkeit.
Der Artikel über Sie in der Zeit
[Link für interessierte Leser Anm. d. Red.] vom 19. 2. 1998 war für mich wie der berühmte rettende Strohhalm.
In den Osterferien begleiteten und der Brainboy, der Synchrotrainer und das DIN A 3-Brett mit den 140 Bildern. Nur mühsam konnte Stefan einzelne Bilder benennen. Außerdem konnte er nur einfache zweisilbige Phantasiewörter nachsagen. Seit den Sommerferien benennt Stefan alle Bilder mit bestimmtem bzw. unbestimmtem Artikel und setzt die Wörter in den Plural.
Nach Ostern wurden endlich der CD-Spieler, der Kopfhörer, die Mona-Geschichten und das Buch von Wölfel geliefert. Sätze aus dem zuletzt genannten Buch konnte Stefan noch nicht einmal ansatzweise nachsprechen. Auch die Mona-Geschichten waren noch zu schwer!!! Schritt für Schritt ging es besser. Anfang September rasselte er die Mona-Geschichten herunter, so dass wir uns auf Wölfel konzentrieren konnten. Seit November spricht er die leicht verkürzten Sätze richtig nach. Schwierigkeiten bestehen nur noch bei dem richtigen Gebrauch des Hilfsverbes.
Ab August haben wir Stefan zusätzliche visuelle Materialien gekauft, um seinen Wortschatz zu verbessern und die zentrale Fehlhörigkeit visuell zu therapieren. Stefan hat laut Dr. R. eine überdurchschnittliche visuelle Aufnahmefähigkeit.
Im Oktober beherrschte er die Unterscheidung b und p. In den nächsten Wochen überschlug sich die Entwicklung. Stefan unterscheidet g und k, d und t, f und w auch am Satzende: tausend Berge. Um seine Konzentrationsfähigkeit zu testen, haben wir Wörter mit Konsonatnen- und Vokalverdopplung, st, sp, ch, ie, Dehnungs-h schreiben geübt. Auch dies klappte!!
Im Dezember wurde Stefan in der Uniklinik Düsseldorf von Frau Dr. B. untersucht. Zwei Tage vor Weihnachten war mein Mann mit ihm beim Schulpsychologen, dem Stefan s Untersuchungsergebnis vorlag. Als ich nach Hause kam, sah ich einen strahlenden Vater und mein strahlendes Kind. Da war für mich Weihnachten!! Mit diesem Satz habe ich auch Weihnachtspost geschrieben. Nach fünf schweren Jahren haben wir zum ersten Mal wieder frohen Mutes Silvester feiern können. Wir wußten, dass das neue Jahr endlich besser werden wird als das alte.
Am 20. 1. 1999 hat die Klassenkonferenz Stefan für die Regelgrundschule freigegeben. Am Wochenende haben wir glücklich mit unseren beiden Kindern den Schulwechsel gefeiert.
Die erste Schulwoche in der Regelgrundschule ist noch besser verlaufen als wie es je erwartet haben. Stefan ist glücklich. Die Kinder und die Lehrerin haben ihn nett aufgenommen. Als Stefan strahlend am ersten Tag aus der Klasse kam, fielen mir Steine vom Herzen. Wir können es noch gar nicht glauben, dass wir es geschafft haben. Die letzten Schritte der Heilung schaffen wir auch noch.
Stefan sprudelt nur so los. Er stellt Fragen, die er noch nie vorher gestellt hat. Heute hat er einen Brief an seine alte Klasse geschrieben.
Kind und Mutter sind nach diesem großen Kampf etwas erschöpft. In der übernächsten Woche werden wir das Lernprogramm wiederaufnehmen.
Wir können die Hilfsmittel bzw. Lernprogramme anderen Eltern, deren Kind ähnliche Probleme wir Stefan hat, nur empfehlen. Die Eltern müssen aber bereit sein, jeden Tag, also auch am Wochende und in den Ferien, mit dem Kind zu üben. Selbst Pausen von wenigen Tagen haben wir immer bemerkt.
Besonders die Telefonate mit Ihnen haben mich gestützt und mir geholfen, wenn ich nicht mehr weitergewußt habe. Sie konnten mit bei jeder Frage weiterhelfen, so dass ich geziel mit Stefan arbeiten konnte.

Bericht von Christine K.* aus dem europäischen AuslandLieber Herr Warnke!
Ich möchte die Gelegenheit nutzen, um Ihnen zu berichten, dass ich nach wie vor mit meinen zwei Töchtern und einem weiteren Kind mit Ihrem Programm arbeite.
Magdalena (8) hat ihre Probleme voll durchbrochen. Sie ist in der Rechtschreibung sehr gut geworden. Sie liest weiterhin 3 mal die Woche am Lateral-Trainer. Charlotte (10), die massive Probleme hatte, hat sich um ein vieles verbessert, was ich auch von dem dritten Kind behaupten kann.
Die Kinder sprechen sehr liebevoll von Ihnen und fragten schon, ob wir Sie nicht mal besuchen können. Da Sie doch so weit weg wohnen, geht das leider nicht.
Ich wollte Sie für Ihre Arbeit bestätigen und Ihnen weiterhin viel Erfolg und alles Liebe wünschen.
Mit herzlichen Grüßen
Christine K. und Magdalena
(Weihnachtsgruß aus dem europäischen Ausland)
Bessere Fremdsprachenleistungen bei Gabriele H.'s* SohnAudio-Video-Trainer AVT-7000 mit Spezialbrille
Sehr geehrter Herr Warnke,
zu den o. g. Geräten eine kurze, aber sehr positive Rückmeldung:
Wegen Rechtschreibproblemen in der 4. Grundschulklasse machte mein jetzt 14-jähriger Sohn den Wahrnehmungs-Trennschärfe-Test. Wir erwarben daraufhin die o. g. Geräte, nach 1/2 Jahr Training in der 5. Klasse Gymnasium hatten sich die Rechtschreibproblem in Deutsch deutlich gebessert. In der Fremdsprache Englisch und nun sein einem halben Jahr Latein waren die Leistungen von vorn herein sehr viel besser - sofern mein Sohn die Geräte zum Üben benutzte. Für Deutsch fehlt uns etwas Übungsmaterial, die CD's Momo etc. haben wir schon mehrmals benutzt, aber Lesematerial für 14-jährige (literarisch gutes!) mit CD wäre sehr hilfreich.
Auf jeden Fall sind wir Ihnen sehr dankbar, denn ohne die Geräte wären die Leistungen im Fremdsprachenbereich nicht zu schaffen gewesen.
Mit freundlichen Grüßen
Gabriele H.
Kritik und Stellungnahme zum Warnke-Seminar von Sabine B.*Kritik und Stellungnahme zum Warnke-Seminar
„Zentrale Störungen – Ordnungsschwelle – Sprachaufbau“ vom 19./20.03.1999
Meine Motivation, das Seminar von Fred Warnke am 19. und 20.03.1999 in Bochum zu besuchen, war in erster Linie die bevorstehende Klausur im Fach Sprachbehindertenpädagogik, die mir zum Abschluß des Studiums der Sprachheilpädagogik an der Universität Köln bevorsteht. Das Vorwissen, welches ich mir einige Wochen vorher anzueignen begann, war hauptsächlich durch neuropsychologisch-, linguistisch- und sprachpathologisch-orientierte Artikel und Bücher gekennzeichnet. Zusätzlich las ich die Bücher Warnkes "Was Hänschen nicht hört“ und „Der Takt des Gehirns“, die mich beeindruckten, allerdings den Umfang und die wissenschaftliche Herleitung und Begründung, die im Seminar folgten, nicht annähernd andeuteten, da Herr Warnke diese als Ratgeber für die Eltern betroffener Kinder verstand.
Aufgrund der Tatsache, dass ich meine Diplomarbeit über das Thema Qualitätssicherung / Qualitätsmanagement geschrieben hatte, stellte ich einen hohen Anspruch an die Herleitung seiner Thesen. Anspruchsvoll, aber nachvollziehbar und transparent erklärte Herr Warnke wissenschaftliche Studien von anerkannten Fachvertretern, welche unter anderem aus den Bereichen der Sprachpathologie, Linguistik, Neurologie und Technik kamen und seine Herleitung untermauerten. In einer ganzheitlichen Diagnostik eingebettet, die auch, wie Grohnfeld (1996, 13-311) es nennen würde, die „subjektive Lebensbedeutsamkeit“ der Betroffenen berücksichtigte (beispielsweise den sekundären Leidensgewinn einbezieht), wurden die einzelnen Problembereiche praktisch demonstriert, z.B. anhand eines Rollenspiels. Mit Recht ließe sich dieses Verfahren eine „pädagogische Diagnostik“ nennen. Diese betrachtet störungsspezifische Verfahren im Hinblick auf förderdiagnostische und entwicklungsdynamische Zusammenhänge und gliedert das Geschehen in einen sinnvollen Gesamtzusammenhang ein.
Aus qualitätssichernder Sicht stellt das Hintergrundwissen einen hohen Anspruch an jeden Therapeuten. Hirnorganische und neurolinguistische Begründungen sollten verstanden werden, da ansonsten der Gedanke und die Fundierung des Verfahrens bei weitem unterschätzt werden könnten. Eine oberflächliche Auseinandersetzung birgt die Gefahr, daß das dahinterstehende Wissen und die Fundierung durch Unverständnis einer pauschalen Kritik zum Opfer fallen könnte, wie es schon durch ein Unternehmen geschehen ist, welches durch die anfängliche Kooperation mit Herrn Warnke profitiert hat und bekannt geworden ist. Diese Tatsache bedauere ich besonders, da die Forschungsarbeit, welche hinter dem „nachlesbaren Verfahren“ steht, sich mir erst bei und nach dem Besuch des Seminars eröffnete und diese leider in den Büchern Warnkes umfassend nicht erläutert wird. Daher erhoffe ich mir, um weiteren Mißverständnissen vorzubeugen, ein an Wissenschaftlicher gerichtetes Buch, in welchem Herr Warnke seine umfangreiche Literatur- und Studienrecherche und die wissenschaftliche Herleitung seiner Methode erklärt, um weiterer nicht-fundierter Kritik entgegenzuwirken. Beispielsweise ist die gleichzeitige Darbietung von auditiven und visuellen Reizen umstritten, da der Vorwurf kursiert, dass aufgrund des Defizites im auditiven Bereich nur der visuelle Kanal trainiert wird. Da die visuelle Verarbeitung eines Menschen mit zentralen Automatisierungsstörungen, welche sich nicht nur auf den auditiven Bereich beschränken, aufgrund der chemischen Prozesse in der visuellen Verarbeitung um 0,04 Sekunden langsamer geschieht als die auditive, stellt der visuelle Reiz eine Lernverstärkung dar. Nach Skinner´schen Forschungsergebnissen verfestigt eine innerhalb von 0,5 Sekunden gegebene Verstärkung den Lernprozess. Hinzu kommt, dass Zentrale Automatisierungsstörungen sich nicht auf den auditiven Bereich beschränken, sondern auch die visuelle Verarbeitung betroffen ist.
Dieser Vorwurf ist ein Beispiel für Kritiken, die auf die augenblickliche Brisanz dieses neuen Themas hinweisen. Jeder möchte von diesen neuen Erkenntnissen profitieren.
Unter dem qualitätssichernden Aspekt „Bilanzierung“ ist die gute Meßbarkeit der Fortschritte zu nennen, die auf eine baldige Durchführung einer Doppel-Studie hoffen läßt, um dieses Verfahren zu fundieren. Auch der Aspekt „Interdisziplinarität“ wurde im Rahmen des Seminars behandelt. Die Zusammenarbeit und den Austausch mit Fachleuten anderer Disziplinen, wie Psychologen, Kinderärzten und Ergotherapeuten stellte Warnke als besonders bedeutsam heraus. Vorschläge zur Therapie machte er in Bezug auf die Einbettung seines Verfahrens in andere Förderaspekte der Sprachtherapie, als zusätzliche Fördermöglichkeit für zu Hause, Trainingsmöglichkeiten im Förderunterricht oder selbständige Arbeit der Familie für das Üben zu Hause.
Ich könnte mir vorstellen, dass dieses Verfahren aufgrund der pädagogischen Diagnostik im Rahmen von Sprachtherapie gute Umsetzungsmöglichkeiten liefert, da ganzheitliche und Teilaspekte entwicklungsorientiert modifizierbar sind und es durch qualitätssichernde und wissenschaftlich transparente Herleitung überzeugt. Aus meiner Sicht ist es wünschenswert, dass auf die Ergebnisse einer Doppel-Studie nicht mehr länger gewartet werden muß.
Sabine B.
1 Grohnfeld, M. (Hrsg.): Grundlagen der Sprachtherapie, Handbuch der Sprachtherapie, Band 1, Berlin, Ed. Marhold in Wiss.-Verl. Spiess 1996
(08) Auf dem Weg ins Leben - ein ElternberichtMeine Frau und ich möchten unsere Erfahrungen im Umgang mit einem „schwierigen“ Kind weitergeben. Wir möchten anderen Eltern unsere Erfahrungen mitteilen, um ihnen und ihren Kindern zu helfen, „lebenstauglich“ zu werden. Wenn ich nun im folgenden über meinen Sohn Thomas berichte, dann schließe ich mich immer mit ein. Sein Weg ist eng mit dem meinen verbunden. So möchte ich in hoher Achtung vor meinem Sohn über uns berichten.
Thomas war und ist ein sehr liebes und angenehmes Kind. Er spielte gern und ausdauernd alle Arten von Spielen. Uns fiel auf, daß es ihm noch mit Jahren schwer fiel, die Augenanzahl eines Würfels sofort, ohne nachzuzählen zu erkennen.
Meine Reaktion?
Weil Thomas gern spielte, haben wir ab dann, immer in einer Kombination von Spielen und Lernen, sehr viel miteinander gespielt. Wir haben gewürfelt und gelesen, gerechnet und gewürfelt oder beides zusammen. So hat Thomas im Spiel, ganz nebenbei schreiben, lesen und rechnen gelernt.
3.1.1. Wie fiel uns auf, daß Thomas überhaupt ein Problem haben könnte?
Thomas ging von Anfang an immer gerne in die Schule. Seine Lehrerin sprach aber, nach etwa einem halben Jahr, ihren Unmut aus:
Ihr Fazit: „Der schafft das nie“!
3.1.2. Wie gingen wir mit diesem Gespräch um?
Ich lernte und spielte mit Thomas weiter. Im Einvernehmen mit der Lehrerin ließen wir Thomas die zweite Klasse wiederholen. Thomas muß dies als sehr tiefen Eingriff in sein Leben empfunden haben. Seine Freude war schlagartig weg. Erst gegen Ende des vierten Schuljahres fand er Anschluß an seine neuen Mitschüler.
Anmerkung
Thomas schaffte es einfach nicht, den Anforderungen seiner ersten Lehrerin gerecht zu werden. Ihr Ehemann war einmal mein Mitarbeiter und ist von mir wegen „schwacher“ Leistungen entlassen worden. Thomas bekam dann einen freundlichen Lehrer, der seine Kinder liebte und Interesse an allen hatte.
Thomas kommt mit. Wir wiederholten Zuhause das Gelernte. Dabei spielten und lernten wir im Wechsel. Thomas „vergaß“ oft seine Hausaufgaben, heute weiß ich, daß er sie oft gar nicht mitbekommen hat. Die Diktate fielen Thomas immer schwer. Das Lesen klappte in der Regel recht gut. Thomas rechnete immer mit seinen Fingern, bis heute.
Anmerkung
Ich hatte oft den Eindruck, Thomas entwickle sich nicht weiter, sondern zurück. Er redete immer weniger. Sein ganzes Verhalten wurde „dumpfer und teilnahmsloser“. Doch die andere Seite gab es auch. So ist Thomas in Gemeinschaft mit anderen Kindern, in der Klasse oder im Kindergottesdienst sehr glücklich. Er ist glücklich, einfach nur dabeizusein.
3.2.1. Wie zeigte sich Thomas
Thomas wirkte immer etwas unbeholfen und ungeschickt, er ging oft mit gesenktem Haupt. Schnelles Gehen und Laufen bereiteten ihm immer mehr Mühe. Durch Zufall fanden wir ein „weiches“ Trampolin. Unter größtem Widerwillen konnten wir ihn bewegen zu schwingen, das tat ihm gut. Er fand nach und nach ein besseres Gleichgewicht.
In unserer Not suchten wir im Oktober 97, Thomas war zu diesem Zeitpunkt 11 Jahre alt, eine Kinderpsychologin auf. Sie empfahl uns eine Basteltherapie und einige Stunden Therapeutisches Reiten, nachdem sie einen IQ-Test gemacht hatte.
Vorschlag Basteltherapie und Therapeutisches Reiten
Nach Abschluß der Basteltherapie führten wir zu viert das Abschlußgespräch, das mit der Analyse und Vorschlägen für uns Eltern und Thomas endete.
Das Fazit der Psychologen lautete:
Anmerkung
Einige Wochen später zu Hause. Ich brachte Thomas zu Bett. Wie jeden Abend betete ich mit ihm. Dabei streichelte ich ihn. Dabei frage er mich: „Papa, bin ich schief?“ Ich war perplex.
Die Aussage der Behandlung war für uns die: „Liebe Familie Meier, wir haben das Behandlungsziel erreicht. Es gibt keine Möglichkeit, Ihrem Sohn weiter zu helfen.“
4.1. Zufall oder Gottes Hilfe?
Meine Frau und ich beten jeden Tag für Thomas. Gott möge ihm helfen und uns Wege zur Hilfe zeigen. Im Februar 98 brachte eine Freundin einen Brain-Boy mit. Sie ermunterte Thomas, damit „zu spielen“. Ich habe mich dann übers Internet informiert, worum es bei dem Gerät geht und wozu es denn nützlich sei. Per E-Mail bestellte ich zwei Brain-Boys. Die Normalversion für Thomas und die Managerversion für mich.
4.2. Training mit dem Brain-Boy
Thomas begann bei 130 ms im Hören und 110 ms im Sehen. Ich begann bei 65 ms und 45 ms. Nach zwei Monaten haben wir den Standard-Brain-Boy verkauft. Thomas trainierte jeden Tag ca. fünf Minuten und schaffte im Hören schnell die 60 ms. Trotz viel Murren ging es weiter. Ich mußte ihn immer wieder ermuntern, zu trainieren.
Ich setzte mich dann verstärkt mit den im Internet veröffentlichten Beiträgen von Herrn Fred Warnke auseinander und mir wurde bewußt, welchen Weg wir gehen sollten. Ich rief bei MediTECH an und wollte meine Bestellung „Lateraltrainer mit Zubehör“ aufgeben. Man riet mir, bevor ich viel Geld ausgäbe, mit Herrn Fred Warnke zu sprechen, ob ein Training mit diesem Gerät für Thomas geeignet sei. Also verabredete ich einen Termin und fuhr mit Thomas zum Test und Gespräch.
4.3. Bei Herrn Fred Warnke (April 98)
Herr Warnke gab mir ein Testblatt: „Kreuzen Sie an“. Ich kreuzte alle Übungsmaßnahmen an. Thomas konnte den Übungstext gut lesen.
Herr Warnke faßte zusammen:
Thomas hat viele Wortbilder im Kopf. Sein Gehirn hat eine Strategie gefunden, den Anforderungen beim Lesen gerecht zu werden. Das kostet ihn viel Energie, er muß die vielen Umleitungen in seinem Kopf abbauen“. Thomas hat einen klugen Kopf, wenn man sich auf ihn einläßt, trifft man auf einen hellwachen Menschen. Sie werden sehen, nach drei bis vier Monaten erkennen sie Thomas nicht mehr wieder.
4.4. Das Training nach Fred Warnke
Ende der ersten Woche | Ende der 31. Woche |
Stab balancieren, links 5 Minuten | 22 Minuten |
Merkfähigkeit 3 Silben | 5 Silben |
Brain-Boy – hören 45 ms | 10 ms hören, sehen 5 ms |
Lateraltraining 10 - 15 Minuten/Tag | 10 - 15 Minuten/Tag |
Visuelles Buchstabieren | Ja |
Liegende Achten | Verschiedene Überkreuzübungen |
Thomas´ Augen sehen nicht gleichzeitig, sie arbeiten im Wechsel. Das stört ihn nicht. Ein Training zur Verbesserung der Sehfähigkeit sollte nach Absprache mit Fachkollegen nicht erfolgen, weil es zu „hart“ für ihn werden würde.
4.6. Was ist uns im Trainingsverlauf aufgefallen?
6. Woche | Schule bemerkt Veränderung. |
13. Woche | Thomas beginnt zu trudeln, stottert, sein Körper ist völlig aus dem Gleichgewicht. |
17. Woche | Leichte Besserung |
20. Woche | Mir wird mein eigenes Versagen und Fehlverhalten meinem Sohn Thomas gegenüber klar |
23. Woche | Thomas bekommt einen neuen Gesichtsausdruck, sein Körper richtet sich auf. Er hat seinem jüngeren Bruder ½ Stunde lang etwas vorgelesen |
24. Woche | Seine verwaschene Sprache verbessert sich. |
Heute | Thomas fällt sehr schnell in sein altes Verhalten zurück, wenn ihn etwas belastet. |
Anmerkung
Wir haben den Eindruck, daß sich die Verknüpfung seiner beiden Hirnhälften in Sprüngen und nicht linear vollzieht. In diesen Zeiten ist Thomas oft „von der Rolle“. Er ist danach immer ein Stück reifer .
5. Meine Beziehung zu Thomas (Vater-Sohn-Beziehung)
Ich hatte schon immer das Gefühl, daß sich bei Thomas und mir ähnliches, ja gleiches abspielt, wie in meiner Kindheit zwischen mir und meinem Vater.
5.1. Vergleich der Beziehungen zwischen mir und meinem Sohn und meinem Vater und mir
Ich zu Thomas | Mein Vater zu mir |
Ich traute ihm nichts zu | Er traute mir nichts zu |
Er spricht nicht | Ich stotterte |
Er wehrt sich nicht | Ich habe rebelliert |
Schlechte Schulleistungen | Schlechte Schulleistungen |
Unausgespochene Vorhaltungen | Druck und Vorhaltungen |
5.2. Thomas muß frei von mir werden
Mitte September 1998, nach Gesprächen mit einer anderen Kinderpsychologin über mein falsches Denken gegenüber Thomas, gab ich Thomas in meinen Gedanken frei. Mir wurde und wird bis heute immer klarer, welchen Druck ich durch meine Enttäuschung ihm gegenüber ausübte. Ich fühlte mich genauso schlecht wie er. Meine, eigentlich bis heute immer noch unbewältigten Vorwürfe und der Zorn gegenüber meinem Vater setzt sich in der Beziehung zu meinem Sohn fort. Ich fühle mich wie gebunden und verhalte mich so, wie ich es niemals meinen Kindern gegenüber wollte. Ich habe mir mit Gottes Hilfe vorgenommen, ab jetzt mehr auf mich und weniger auf meinen Sohn zu schauen.
Seminarbewertung von Heidi B.* aus der SchweizLieber Herr Warnke,
ich möchte Ihnen von Herzen danken für die Präsentation Ihrer Erkenntnisse, Entwicklungen, Methoden, für die Fülle von wertvollen Informationen und Anregungen, die Sie uns in fast nicht mehr zu vervollkommnender Art nahegebracht haben. Sicher hat die Klarheit des Aufbaus und der Argumente, die Präzision der Gedanken und des Ausdrucks einen wichtigen Anteil daran, dass es 30 Leuten möglich war, Ihnen mit grosser Konzentration und viel Interesse von 9 Uhr bis 18 Uhr 20 fast ohne Unter"brüche" zu folgen.
Es gibt viele andere Redner, die auch etwas sehr Interessantes zu sagen hätten, die es aber überhaupt nicht schaffen, eine Brücke zu ihren Zuhörern zu schlagen. Bei Ihnen spricht nicht nur der Kopf zu anderen Köpfen, sondern Ihre Begeisterung, Ihr starker Wille zur "Mitteilung" (was für ein schönes Wort!), und die Beherrschung Ihres Körpers, der Stimm- und Sprechtechnik drücken Ihr Herzensanliegen ganz direkt aus und überbringen es ohne Umwege und Verluste. Sie ziehen die Leute in Ihren Bann, rufen ihre ungeteilte Aufmerksamkeit hervor (ohne kritisches Mitdenken auszuschalten).
Sie sind mit Leib und Seele bei der Arbeit, Sie stehen den Leuten, die sich Ihnen anvertrauen, ganz zur Verfügung, Sie sind vom Wunsch beseelt, Kindern zu helfen, Sie lassen sich nicht durch Anfechtungen und Kritik von Ihrem Weg abbringen, Sie sind ein skeptischer Geist, der etwas nur nach Ueberprüfung von anderen übernimmt, Sie finden die Dinge gerne selbst heraus, Ihre Neugier und Ihr Forscherdrang sind gross, Sie denken und arbeiten kreativ, Sie befinden sich mit Ihren Ideen, Modellen, Erfindungen meist zwischen Stuhl und Bänken, Sie werden nicht geschätzt von Leuten, die dem Schulbuch-Wissen und dem Zunft-und Pfründe-Denken mehr Wirklichkeit und Macht verleihen als dem eigenen Denken und der Evidenz der Fakten.
Erlauben Sie mir aber bitte noch, ein anderes Thema anzuschneiden, nämlich die Rolle der Psyche bei peripheren und zentralen Hörstörungen. Es fällt mir auf, dass Sie psychologisch äusserst geschickt mit Kindern und Erwachsenen umgehen. Beim Thema "Fluglärm" sprachen Sie zum ersten Mal von psychischen Anteilen an der Wahrnehmung. Beim Rollenspiel dann erzählten Sie uns zwei eindrucksvolle Beispiele, welche die Rolle der Psyche beim Entstehen von Automatisierungs- (oder ähnlichen) Defiziten spielen kann ("ich will klein bleiben" und "dann wird bei uns nicht mehr gekuschelt"). In "Der Takt des Gehirns" sprechen Sie auch davon, dass die Ordnungs-Schwelle als Folge einer Schutzreaktion bei chronischer Überreizung durch visuelle oder auditive Reize heraufgesetzt werden kann, ja dass dieser Schutz-Mechanismus bei immer mehr Kindern die Wahrnehmung verlangsamt.
Wie auch immer, ich habe unglaublich viel profitiert von dem Wochenende mit Ihnen. Ich fühle, dass es in dieser Richtung für mich weitergehen könnte und freue mich auf einen Austausch mit Ihnen. Ich habe vor, das Aufbau-Seminar zu besuchen.
Mit dem besten Dank für Ihre Geduld beim Lesen dieses langen Mails, allen meinen guten Wünschen für eine fruchtbare Weiterarbeit und herzlichen Grüssen
Heidi B., (Schweiz)
(10) Testamonial einer Mutter (Frau A.*)Sehr geehrte Damen und Herren,
mein Sohn ist seit 3 Jahren in logopädischer Behandlung. Seit einem Monat arbeitet er bei der Logopädin mit dem Brain-Boy. Wir waren erstaunt wie seine Leistungen in der Schule Fortschritte machen. Leider weiß ich zu wenig von dem Brain-Boy, um diesen für meinen Sohn privat anschaffen zu können. Bitte senden Sie mir Infomaterial darüber.
Ich bedanke mich im voraus für Ihre Mühe.
Mit freundlichen Grüßen A.
(12) Lieber Vati Warnke! von Frauke K.*
Ach, du hast uns schnöd vergessen,
als du schnell von dannen eiltest;
brauchtest doch nur nach uns sehen,
als im Hause du noch weiltest.
Unterm Tisch in dunkler Ecke,
auf dem Boden im Verstecke
wir vergeblich nach dir riefen:
„klick“ und „tick“ und „tiefhochtief“ !
Kein Erfolg mit ...... AUDITIV ..... !
Doch uns’rer schönen Farbe Pracht
hat Hilfe uns am End’ gebracht.
Du weißt es selber ja ganz gut:
AUDITIV – ist nicht genug –.
Nimmst du dazu noch VISUELL,
ist’s Ergebnis gut und schnell !
Im Postpaket – zu zweit allein –
so reisen wir zu dir nun heim.
(11) Reaktion von Britta M.*Sehr geehrter Herr Warnke,
recht herzlichen Dank für die Info.
Ich denke die (Studien-)Ergebnisse sprechen für sich und ich kann diese nur bestätigen.
Bei unseren Sohn Mathias haben wir eine Verbesserung in der Hörverarbeitung von ca. 15 %, bei unserem Markus liegt es drüber, da er ein anderes Medikament erhalten hat, was in die tieferen Schichten des Gehirns vordrang. Gemessen wurde dies im April von den Dres. Friederichs/Heine.
Beide Kinder sind in der Schule stabil.
Mathias hat so viele Fortschritte gemacht, daß die Lehrerin uns nur am Elternabend sehen wollte, um ihn und seinen Fortschritt zu loben. Es darf so weitergehen.
Wir arbeiten zusätzlich über die Mundmotorik, unser Markus trainiert täglich mit dem Brain Boy, Mathias trainiert mit Brain Boy und Lateral, wobei er beim Lateral-Trainer klassiche Musik hört.
Ich denke wir können sehr zufrieden sein, ich hoffe, daß ich es schaffe am Wochenende in der Mittagspause kurz Ihren Vater zu besuchen, wenn er schon mal in Köln ist, um ihm auch die entsprechende Rückmeldung zu geben.
Mit freundlichen Grüßen
Britta M.
(13) Spannend, neu und herausfordernd von Barbara JaeggiLieber Herr Warnke
ich möchte Ihnen ganz herzlich danken für das Seminar vom vergangenen Wochenende in Birmens- dorf. Ich bin begeistert von dieser Therapie, und sie überzeugt mich total. Am liebsten hätte ich den Workshop gleich am Montag angehängt und das Material dazu sofort gekauft. Leider wird in der Schweiz zur Zeit sehr gespart, vor allem im therapeutischen Bereich. Die Politiker sind sehr kurzsichtig, vor allem auch was die Prophylaxe angeht. So sind uns oft die Hände in finanzieller Hinsicht gebunden, vor allem in den Logopädischen Diensten. Aber ich werde nicht aufgeben und schauen, was sich machen lässt.
Sie haben mir sowohl als Mensch wie auch als Referent sehr großen Eindruck gemacht. In Ihrer ruhigen, sympathischen Art haben Sie uns das Thema gut verständlich rübergebracht und mit praktischen Beispielen immer wieder verdeutlicht. Die Arbeit mit den Kopfhörern fand ich sehr hilfreich und total faszinierend. Es sind mir im Laufe des Wochenendes immer mehr Kinder eingefallen, denen ich so gerne dieses Training würde zuteil werden lassen. Sie haben ja auch im Teil "Trainingskochbuch" Übungen vorgestellt, die wir in unsere Therapiearbeit einbauen können, ohne all die Geräte bereits zur Verfügung zu haben. Dafür bin ich sehr dankbar.
Nun danke ich Ihnen nochmals ganz herzlich, dass Sie zu uns in die Schweiz gekommen sind und uns dieses Wochenende ermöglicht haben. Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg und Freude bei Ihrer Arbeit. Und Sie haben sehr richtig gesagt: "Es muss jedesmal wieder spannend sein". Genau so empfinde ich meine Arbeit mit jedem einzelnen Kind: Spannend, neu und herausfordernd.
Selbstverständlich dürfen Sie gerne meinen Brief ins Internet bringen und auch meinen vollständig ausgeschriebenen Namen. Ich habe nichts geschrieben, wozu ich nicht stehen kann.
Mit freundlichen Grüßen
Barbara Jaeggi, Logopädin
(14) Mein Sohn hat heute die Empfehlung für die Realschule bekommen!Lieber Herr Warnke,
nachfolgender Text ist seit Anfang 2000 immer in unseren Werbebotschaften enthalten.
Der Logopäde ist seit damals ein Verfechter des Warnke-Verfahrens.
Praxisbeispiel für die Wirksamkeit des Lateral- und Ordnungsschwellentrainings nach Fred Warnke im Telegrammstil Junge 10 Jahre alt – seit fünf Jahren Logopädie – Sprachniveau „dib mir mal den Tamm“ – HNO Arzt und Oma „Das gibt sich“ - Test nach Warnke auf Fehlhörigkeit – Ordnungs-schwelle und Wahrnehmungstrennschärfe sehr schlecht und jenseits jeder Erwartung – 2 Monate Ordnungschwellentraining mit dem Brain-Boy® - erste Verbesserungen in der Sprache und Schule sind erkennbar – seit vier Monaten Lateraltraining nach Warnke – Verbesserungen in der Schule von Note 4 auf 2 und 1 in Diktaten – Aussage des Logopäden „Das hätte ich nicht für möglich gehalten. Das ist ein völlig neues Kind. Am meisten verblüfft mich, daß sich nach so kurzer Zeit auch die Spontansprache verbessert hat.“ – Mehr kann nicht für das Ordnungsschwellen- und Lateraltraining nach Warnke sprechen. Adresse der Mutter und des Logopäden liegen vor. |
Anruf der Mutter – soeben – „ Stellen sie sich vor, mein Sohn hat heute die Empfehlung für die Realschule bekommen!“
Was wollen wir mehr? Ja eben mehr davon!
In diesem Sinne wünschen wir ein schönes Wochenende
Ihre B. + G. Mies
(15) Fallbericht über Johannes A. *Fallbericht
Am 26. Juni 2001 ließ sich der damals noch nicht ganz fünfzehnjährige Johannes A. von Fred Warnke auf zentrale Automatisierungsstörungen testen, weil seine schulischen Leistungen in der 6. Klasse eines Gymnasiums vor allem im Deutschen ihn und seine Eltern beunruhigten. Der Kontakt war ausgelöst worden durch eine befreundete Familie, deren Sohn mit dem Warnke-Verfahren gute Fortschritte gemacht hatte. Johannes zeigte damals fast alle wichtigen Defizite im Prüfablauf:
Seine Tonhöhenunterscheidung lag mit 25% deutlich über seiner Altersnorm
Seine Auge-Hand-Koordination war ebenfalls stark trainingsbedürftig
Sein Richtungshören war horizontal und vertikal sehr auffällig
Sein Binokularsehen war in der Ferne ebenfalls auffällig
Seine Merkfähigkeit lag mit drei Silben deutlich unterhalb der Altersnorm
Auch seine Ordnungsschwelle erwies sich als trainingsbedürftig
Im Wahrnehmungs-Trennschärfe-Test erbrachte er eine Trefferquote von 50%
Aufgrund dieser Feststellungen entschloss sich die Familie am 18. August 2001 zur Anschaffung eines Lateral-Trainers nebst Zubehör sowie des Brain-Boy-Universal. Johannes trainierte zwei Monate lang sehr fleißig . Seine schulischen Leistungen verbesserten sich zügig. Hier sind seine nachgewiesenen Werte bei den sieben Spielen des Brain-Boy-Universal am 24. Oktober 2001:
Brain-Boy | Brain-Boy | RiHö-Boy | Sound-Boy | Sync-Boy | Blitz-Boy | Trio-Boy |
12 ms | 26 ms | 20 ms | 1% | 167 ms | 50 ms | 20 ms |
(16) Bericht der siebenjährigen Janina B. über ihre TrainingsfortschritteLieber Herr Warnke!
Ich habe mit dem Brain Boy schon viel geübt.
Beim Sehen komme ich bis 10 ms und beim Hören war mein bestes Ergebnis 20 ms. Wir üben fast jeden Tag am Lateral-Trainer und sind schon bei den Indianergeschichten angekommen. Noch fällt mir hier das Lesen etwas schwer. Aber mit dem Stab im Sitzen zu balancieren, habe ich erst 7 sc geschafft.
Na ja ich gebe die Hoffnung nicht auf.
Viele Grüße
Janina B.
(17) Brief eines Facharztes - Erste Fortschritte nach 6 Wochen des Lateral-TrainingsFirma MediTECH:
Ich bin sehr zufrieden mit dem Lateraltrainer, es ist ein geniales Gerät, ebenso die Brille.
Wir merken jetzt nach ca. 6 Wochen Training, daß unser Sohn echte Fortschritte macht, zwar nur kleine bisher, aber immerhin.
Beste Grüße Dr. O. Q.
(18) Selbstbewußt in einen normalen Schulalltag - Brief von Anette S.Anette und Christian S. – aus R.
Herrn
Fred Warnke
Im Tannengrund 28
30900 Hannover
04. Februar 2004
Sehr geehrter Herr Warnke,
wahrscheinlich können Sie sich schon gar nicht mehr an uns erinnern, denn es war Anfang
Dezember 2000, dass ich mit meinem Sohn Tobias (damals 9 Jahre) bei Ihnen war. Jedesmal
wenn ich von der MediTech einen Rundbrief bekomme, denke ich wieder an diese Zeit zurück
und möchte mich jetzt endlich einmal recht herzlich bei Ihnen bedanken.
Tobias arbeitete mit dem Brain-Boy, wir übten mit dem Lateral-Trainer und besuchten parallel
ab März 2001 Herrn Uffenkamp in Bielefeld. Tobias wünschte sich nichts mehr, als mit seinem
Zwillingsbruder von der Grundschule zur Realschule zu wechseln. Er war dann irgendwann
völlig überlastet, so dass er einen „Tic“ bekam. Der Kinderarzt erklärte uns, dass dieses
bei Kindern ein Symptom für zu viel Stress sei. Wir überzeugten ihn, dass es das Beste für
ihn sei, das 4. Schuljahr in der Grundschule zu wiederholen, um Ihre Übungen zu festigen
und die „Sehschule“ bei Herrn Uffenkamp zu beenden.
Dies Alles hat uns sehr viel Kraft gekostet, doch heute kann ich diesen Weg nur empfehlen.
Tobias ist zwar ab und zu noch traurig, dass er nicht mit seinem Bruder Schritt halten
konnte, aber er ist ein selbstbewusstes Kind geworden. Endlich kann er mit seinen
Klassenkameraden mithalten. Nach dem späteren Wechsel zur Realschule, habe ich seine
Lehrer darum gebeten, auf seine LR-Schwäche Rücksicht zu nehmen. Daraufhin wurden alle
5er und 6er Klassen mit einem LRS-Diktat geprüft. Tobias wurde nicht in den
Deutsch-Förderunterricht aufgenommen, da er in dem Diktat keine LRS-typischen Fehler
machte. Seine Rechtschreibfähigkeiten sind mittlerweile so „normal“, dass er in Diktaten
ein „Gut“ und in Aufsätzen sogar die Note „Sehr gut“ bekam und hoffentlich weiter bekommt.
Was ihn allerdings immer noch erheblich stört, sind zu laute Mitschüler.
Wir sind sehr froh, dass wir dank Ihrer Hilfe an einem normalen Schulalltag teilnehmen können.
Mit freundlichen Grüßen
Anette S.
(19) Zentrales Hörtraining für Erwachsene - Ein Bericht von Kurt MeyerZu meiner Person: Jahrgang 1930, selbstständiger Diplomingenieur für das Bauwesen
bis zum Ruhestand 1997. Durch die Lektüre des Buches „Der Takt des Gehirns“ wurde
mir zum ersten Mal bewusst, dass z. B. das Verstehen von Sprache nicht nur vom Ohr,
sondern auch von der Fähigkeit der zentralen Hörverarbeitung abhängig ist und dass
diese Fähigkeit trainierbar ist.
Das hatte mir bis dato kein Ohrenarzt gesagt.
Das Thema interessierte mich deshalb, weil ich bei mir neben einer altersbedingten
leichten Hörbehinderung auch Schwierigkeiten bei der zentralen Hörverarbeitung
festgestellt habe. Diese äußern sich z. B. darin, dass mich das längere und
aufmerksame Zuhören von schnell gesprochenen Worten anstrengt und zu Kopfschmerzen
führt. Auch dass mir das flüssige, schnelle Sprechen schwerfällt. Die Aussicht,
diese Schwächen durch eigenes Training mildern oder gar ganz beseitigen zu können,
war für mich Anreiz zum Training. So erhoffte ich mir von dem Training unter anderem:
Seit November 2000 trainiere ich etwa 5 Mal in der Woche 10 - 15 min. Die Werte werden
in der Ergebnistabelle der Gebrauchsanweisung protokolliert. Die Auswertung der
Ergebnistabelle zeigt: Alle erzielten Ergebnisse waren bei Trainingsbeginn zum Teil
wesentlich ungünstiger als die in der Gebrauchsanweisung genannten Richtwerte. Jetzt,
nach gut sechs Monaten, liegen die Ergebnisse im Bereich der Richtwerte, einige sind
sogar günstiger.
Die erhoffte Wirkung des Trainings ist erreicht. Die erforderliche Ausdauer hat sich
somit gelohnt. Das Training wird in kürzerer Form fortgesetzt.
Bremen, im Mai 2001, Kurt Meyer
(20) Erfahrungen mit dem Lateral-Training (Warnke-Verfahren)Hallo!
Mein damals 10jähriger Sohn stand kurz vor dem Wechsel zur weiterführenden Schule. Von seiten der Lehrer schien alles "wunderbar", nur ich als Mutter hatte Zweifel. Mir war aufgefallen, dass Julian beim Schreiben immer wieder die gleichen Fehler machte, und das über eine sehr lange Zeit. Erst als er bei einem der letzten Diktate eine 6 schrieb, war der Kommentar der Lehrerin, dass er ja eine "kleine Schwäche" habe. Nun, davon war bei keinem Elternsprechtag die Rede gewesen. Ich war - gelinde gesagt - "verwundert".
Während dieser Zeit sah ich einen Beitrag über das Lateral-Training im Fernsehen. Ein Artikel in einem regionalen "Heftchen" berichtete ebenfalls über diese Art des Lernens. Mein Interesse war geweckt. So stellte ich schließlich den Kontakt zu Herrn Ralph-Michael Kumme aus Bielefeld her und vereinbarte einen Termin mit ihm und meinem Sohn, um zu erfahren, ob Julian wirklich Probleme hatte und wie man ihm helfen konnte.
Der Eingangstest war sehr umfangreich. Letztendlich stand fest, dass Julian sich Worte visuell icht merken konnte (an dieser Stelle bitte ich um Verständnis für mein laienhaftes Interpretieren des Befundes). Außerdem hatte er Probleme bei der Zusammenarbeit beider Gehirnhälften. Diese Probleme hatte er bislang allein durch ein sehr gutes Kurzzeitgedächtnis kompensieren können, daher wurden seine Probleme im Alltag nicht gleich offensichtlich.
Nun begann unsere Trainingsphase. Sie ging über einen Zeitraum von 6 Monaten. In dieser Zeit lernte Julian das Lesen mit Hilfe des Lateral-Trainers und mit meiner Untersützung ganz neu. Parallel dazu machte er jeden Tag Balancierübungen mit dem Balancierstab, zusätzlich übte er "die Acht" (Koordination von Auge und Hand). Der Brain-Boy (Universal), welchen wir zusätzlich bekamen, war anfangs eine echte Herausforderung. Da Julian aber gerne damit arbeitete, gewöhnte er sich doch rasch an dieses Training. Zu guter Letzt übte er noch mit einem speziellen Programm "Orthofix" das Buchstabieren vorwärts und rückwarts am PC.
Das hört sich sicher nach viel Arbeit an - dem war auch so. Mir als Mutter oblag es, von Anfang an konsequent jeden Tag (auch in den Ferien) mit Julian zu arbeiten. Doch im Hinblick auf den Schulwechsel nach dem Sommer und dem vielen Neuen, was die Kinder dann schon ohne so ein Training zu erlernen haben würden, hatte ich das Gefühl, dass es wichtig sei, diese Basis über den Sommer zu schaffen. Während dieser Zeit wurden wir über 5 Trainingseinheiten von Herrn Kumme unterstützt. Ich fand diese Termine sehr wichtig, tat sich doch immer wieder einmal die ein oder andere Frage auf. Ich wollte ja alles richtig machen, denn sonst wäre der Trainingserfolg ja doch eher fraglich. Dabei halfen mir diese Termine mit Herrn Kumme.
Julian fügte sich erstaunlich gut in dieses neue Programm. Heute, 11 Monate nach Beginn des Trainings nutzen wir das Lateral-Training zur Unterstützung der Hausaufgaben, d.h. wir üben Vokabeln oder Texte über das Gerät. Dadurch lernt Julian schneller und effektiver. Die Werte des Brain-Boys sind inzwischen so gut, dass er ihn nur noch 3x pro Woche trainiert. Die Balancierübrungen macht er noch täglich.
Was hat das Ganze nun für Julian in der Schule gebracht? Noch heute ist es so, dsas die Fehler unter Stress mehr auftreten als in Ruhe. Dafür erkennt er aber jetzt in ruhigem Zustand seine Fehler, was vorher nicht der Fall war. Er buchstabiert ziemlich schnell vorwärts und rückwärts, was beweist, dass er sich die Wörter jetzt vor seinem inneren Auge vorstellen kann. Der Klassenlehrer kennt Julians Problem, ist aber erstaunt, wie gut er alles bewältigt.
Mein Fazit von alledem ist, dass ich sehr froh darüber bin, mit Julian diesen Weg zu gehen. Sicherlich wäre doch einiges für in schwieriger an dieser neuen Schule, als es heute nunmehr ist. Erstaunlich finde ich auch, wie gut er mit der Fremdsprache Englisch zurecht kommt, trotz seiner Probleme. Das Lateraltraining wird ihn durch seine Schulzeit begleiten, soviel steht fest, aber dafür bin ich dankbar.
Bielefeld, im April 2005 (S. Heinrich)
(21) Hoffentlich helfen Sie auch noch vielen anderen Kindern!An die Fa. MediTECH
Herrn Warnke
Sehr geehrter Herr Warnke,
heute sende ich Ihnen die von uns nicht mehr benötigten Geräte (Lateraltrainer, CD-Spieler, Brainboy und Synchotrainer) zurück und hoffe, daß Sie die Teile an jemanden weitergeben können, der sie gerade benötigt.
Meine beiden Töchter sind mittlerweile aus dem Haus und machen beide noch ihre Berufsausbildung fertig, die eine Abitur, die andere wird Erzieherin.
Ich habe vor vielen Jahren durch eine Radiosendung von der auditiven Wahrnehmungsproblematik Kenntnis erhalten und daraufhin die Fördermöglichkeiten durch Ihre Geräte kennengelernt. Beide Töchter haben enorm davon profitiert und es hat vor allem mir als Mutter sehr geholfen, als ich endlich wußte, warum meine Kinder immer nachfragten und der Schulstoff teilweise von mir nachgearbeitet werden mußte. Wir hatten eine schwere Zeit, aber ich habe sehr viel gelernt und konnte meine Kinder aufeinmal viel besser verstehen und sie entsprechend gezielt begleiten. Sehr hilfreich war auch, daß beide in eine Realschule für Schwerhörige gehen konnten, wo sie einfach mehr Zeit hatten und alle anderen Kinder auch eine Hörproblematik hatten. Beide haben mittlere Reife gemacht, und die eine steuert direkt aufs Abitur zu.
Sie haben eine geraume Zeit mit dem Lateraltrainer gearbeitet, auch mit Brainboy und Synchotrainer, aber irgenwann mochten sie einfach nicht mehr freiwillig, die Pubertät etc. und sie waren soweit entlastet, wie möglich und brauchten die Nacharbeit mit den Geräten nicht mehr.
So möchte ich mich heute für die großartige Unterstützung durch Ihre Arbeit bedanken und wünsche weiterhin, daß möglichst viele Kinder (und Erwachsene) von Ihren hilfreichen Trainingsmöglichkeiten Kenntnis bekommen, das erleichtert den Lebensweg erheblich!
Mit freundlichen Grüßen
Claudia B.
(22) Warnke-Verfahren erfolgreich in der logopädischen PraxisSehr geehrte Herren Warnke,
Seit nunmehr einem Jahr beschäftige ich mich in meiner logopädischen Praxis mit Ihrem Verfahren, praktiziere es mit den meisten mir zugewiesenen Kindern mit Erfolg und baue es weiter aus. In meinen Ferien fand ich nun endlich die nötige Zeit, Ihr Buch "Was Hänschen nicht hört" zu lesen. Endlich steht es schwarz auf weiss geschrieben, was ich in den letzten zwanzig Berufjahren erahnt und gesucht hatte!
Dazu möchte ich Ihnen mein Kompliment und meinen Dank aussprechen; endlich ein Verfahren, das auf den Basisfunktionen aufbaut und gleichermassen Erfolg verspricht. Zudem habe ich in Maja Raigl eine kompetente und professionelle Ansprechpartnerin gefunden, an welche ich mich zu unterschiedlichen Themen jederzeit wenden kann. In meiner täglichen Arbeit erlebe ich durch Ihre wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen grosses Verständnis ja sogar Erleichterung bei den Eltern, leider jedoch eher herablassende Reaktionen in Fachkreisen, was ich sehr bedaure.
Dies führt mich dazu, in nächster Zeit innerhalb meines Wirkungskreises eine fundierte Weiterbildung mit Maja Raigl zu organisieren, damit noch vielen weiteren Kindern ermöglicht wird, von Ihrem Training zu profitieren. Sehr erfreulich ist das Interesse von Audiopädagogen und Akustikern, mit welchen ich in nächster Zeit Projekte lancieren werde.
Den sog. Innovationsprozess habe ich mit anderen Therapiemethoden bereits mehrere Male durchlebt (Brain Gym, Myofunktionelle Therapie, k.o.s.t. etc.), und heute nach beinahe 20 Jahren ist alles etabliert. Also weiterhin viel Mut und Durchhaltevermögen!
Was ich ebenfalls besonders schätze, ist das Netzwerk, welches hinter dem Warnke-Verfahren steht: Ich kann mich jederzeit mit Ihnen zu unterschiedlichsten Fragen in Verbindung setzen, die laufende Fort- und Weiterbildung ist gewährleistet, Ihre Newsletters sind für mich als praktizierende Logopädin "an der Front" sehr wertvoll und neueste wissenschaftliche Erkenntnisse und Studien werden gebündelt und weitergeleitet.
Es liegt mir viel daran, Ihnen dieses Feed-Back zu geben und Ihnen gleichzeitig meinen Dank auszusprechen.
Mit freundlichen Grüssen
Iris Indri
Logopädin und Kooperationspartnerin Basel/CH
(24) DANKE FÜR ALLES - Daniels MutterSehr geehrter Herr Warnke,
wir wünschen Ihnen eine besinnliche Adventszeit. Unser Daniel ist sehr stolz auf die Besserungen bei den Arbeiten mit dem Brain-Boy …
Anbei eine kurze Übersichtszusammenstellung.
Danke für Daniels kurzfristige Terminvergabe – DANKE FÜR ALLES.
Mit freundlichen Grüßen, Christine W.
Werte mit dem Brain-Boy
Termin bei Ihnen in Hannover: 28.09.2005
Tag | Brain-Boy hören | Brain-Boy sehen | RiHö-Boy | Sound-Boy | Sync-Boy | Blitz-Boy | Trio-Boy |
Zielwerte | 65 | 29 | 53 | 12 | 359 | 720 | 145 |
Beginn: | 140 | 70 | 70 | 40 | 781 | Kein Endwert | 450 |
Heute – | 42 | 24 | 30 | 6 | 409 | 486 | 100 |
Zielwerte drei Tage nacheinander erreicht am: | |||||||
25.10. | 15.10. | 13.10. | 21.10. | 08.12. | 02.11. | ||
Überprüfung der Winkelfehlsichtigkeit: Keine Auffälligkeit bzw. keine Korrektur notwendig.
Auch die Auge-Hand-Koordination wird zusehends besser.
Schon nach unseren Herbstferien (15.10.05) meinte die Klassenlehrerin Verbesserungen bei Daniel feststellen zu können.
(25) Franz ist wieder ein fröhliches KindSehr geehrter Herr Warnke,
es ist mir ein Bedürfnis, mich persönlich bei Ihnen bedanken. Durch das Warnkeverfahren und Dank eines kompetenten Coaching durch seine jetzige Ergotherapeutin Frau Theisinger hat unser siebenjähriger Sohn Franz aus einer scheinbar hoffnungslosen Position in reichlichen zwei Monaten eine erstaunliche Kehrtwende vollbracht.
Franz ist ein freundlicher, wissbegieriger, unruhiger und willensstarker Junge. Grob- und feinmotorisch ist er etwas ungeschickt, Gleichgewicht zu halten war lange schwierig. Trotzdem lernte er vor der Schule doch noch Schaukeln (!!), Radfahren und auch Schwimmen.
Wegen frühzeitigem Lesen und weiteren sehr guten kognitiven Fähigkeiten wurde er mit fünf Jahren eingeschult. Trotz der motorischen Defizite. In einer Ergotherapie und bei einer Logopädin sollten diese bis zum Schulanfang aufgearbeitet werden. Sprachlich war das gelungen, auch motorisch wurde er zumindest besser.
Die Ergotherapie ließen wir dann während der ersten Klasse wieder einsetzen. Trotz einiger Probleme in der Konzentration legte er die erste Klasse recht erfolgreich ab. Seit Schulbeginn lernt er in Folge der frühmusikalischen Erziehung auf eigenem Wunsch Cello spielen. Wir wollten ihn daran nicht hindern. Das tägliche Üben war schon nicht einfach (Konzentration, Finger- und Handbewegungen Koordination, Tonhöhen hören…). Der Unterricht selbst gestaltete sich manchmal mehr als kompliziert… Aber aufgeben wollte Franz nicht.
In der zweiten Klasse gab es eine denkbar unglückliche Schulsituation mit zwei weiteren, noch unruhigeren Mitschülern und wechselnden Lehrern. Die Unruhe in der Klasse wie auch die Unterrichtsgestaltung hat vielen Schülern der Klasse Probleme bereitet. Bei Franz brach alles ein. Er konnte sich nicht mehr anforderungsgerecht konzentrieren, nicht ruhig sitzen bleiben, Hausaufgaben oder andere Dinge aus dem Schulalltag waren aus seinem Bewusstsein völlig weggeblockt. Weinkrämpfe in der Schule, Wutausbrüche zu Hause und immer häufiger Aussagen: „ich kann gar nichts“, „ich bin schlecht“ zeigten, dass etwas schief lief. Ich konsultierte die Schulpsychologin, die ihn wegen der vorzeitigen Einschulung kannte. Sie gab den Rat, ich soll nur konsequenter mit ihm umgehen. Das war absurd. Ich war schon sehr konsequent, arbeitete mit einigen Regeln und Tagesplänen.
Einträge häuften sich wegen Kaspern und Stören des Unterrichts. Nach den Ferien war es am schlimmsten. Die Leistungen gingen in den Keller, statt guter Noten kamen Vieren und Fünfen. Zu Hause machte ich mehr Druck. Immer mehr. Ich übte mit ihm weit über das normale Maß hinaus. Zu Hause konnte er alles, in der Kontrolle verdrehte er es ausnahmslos. Ich fing an, ihm insgeheim Böswilligkeit zu unterstellen. Schließlich eskalierte jede zweite Übung zu Hause. Ich war nervlich an meine Grenzen angelangt. Aber wie muss es erst mein Kind empfunden haben? Mich alarmierte die Entwicklung seiner deprimierten Grundstimmung. Es gab kein Lieblingstag, keinen schönen Moment, nichts Gutes mehr. Ich machte mir große Vorwürfe wegen der vorzeitigen Einschulung.
Wir suchten in der Familie nach einer Antwort, was da nicht stimmt und kamen zu dem Schluss (Recherche über Internet), dass ADHS am ehesten zutrifft. Die Kinderärztin teilte unsere Vermutung. Er ging also wieder, diesmal „ wegen Wahrnehmungsstörung“, zur Ergotherapie. Mir gab die Therapeutin netterweise ein Ratgeber zu ADHS zum Lesen. Alles was darin beschrieben wurde, versuchte ich umzusetzen, vom anderen Umgang mit Franz über Änderungen in der Schule bis zu einem festen Regelwerk mit einem Prämienpunktesystem für den gesamten Tagesablauf. Das war alles sehr aufwendig, bis es eingeführt war und funktioniert aber bis heute wie ein Sicherungsseil, an dem wir uns durch den Alltag hangeln. Für das Rekapitulieren von schönen Momenten gab es Zusatzpunkte, um das Positive in seinem Bewusstsein zu verstärken. Seit März geben nun auch die Lehrer auf einem Stundenbilanz-Formular ein Feedback in Kreuzchenform, wobei für deren Einholung Franz verantwortlich ist. Keine Kreuze, keine Prämienkarten….
Im Januar fruchteten die eingeleiteten Maßnahmen schon etwas. Aber es waren „Krücken“, keine grundsätzliche Lösung. Ich wollte mich mit der Situation und den Aussagen:“…nicht heilbar“ und „...stehen sie Ihrem Kind als Coach zur Seite“ (immer?) nicht abfinden. Ich suchte und recherchierte über alles Mögliche (und Unmögliche). Beim Stichwort Neurofeedback wurde ich hellwach. Über die Uniklinik erfuhr ich die Adresse von der Ergotherapie Deubener Straße.
Recht umgehend wurde Franz auf verschiedenen Ebenen getestet. Nach den zwei Stunden wussten wir klipp und klar, was wir tun konnten:
Neurofeedback war noch nicht unmittelbar das erste Mittel der Wahl. Aber täglich ein sinnvolles Training: Überkreuzübungen und Low Level Training mit dem Brain Boy. Anfangs fiel ihm das schon schwer, aber die Ähnlichkeit mit einem Game Boy ist ungemein motivierend. Er wurde noch öfter wütend, wenn es um ihn herum nicht völlig still war oder er nicht so gut abschnitt. Aber ihn packte bald der Ehrgeiz, sich selbst immer wieder zu übertreffen. Er war nach zwei Monaten besser als ich.
Durchschnittswerte:
Ordnungsschwelle visuell
anfangs ø 60 ms / nach 2 Monaten ø 40 ms
Ordnungsschwelle auditiv
anfangs ø 60 ms / nach 2 Monaten ø 22 ms
Richtungshören
anfangs ø 55 µs / nach 2 Monaten ø 18 µs
Tonhöhenunterscheidung
anfangs 1 % / nach 2 Monaten 1 %
Koordination visuell
anfangs ø 325ms nach 2 Monaten ø 250ms
Koordination auditiv
anfangs ø 328ms nach 2 Monaten ø 220 ms
Wahlreaktionszeit
anfangs ø 660ms /nach 2 Monaten ø330ms
Mustererkennung
anfangs ø 130ms /nach 2 Monaten ø 22 ms
Tonlängenerkennung
anfangs ø 145 ms /nach 2 Monaten ø 30ms
Für die Tonhöhenunterscheidung war vielleicht sein Cello-Spielen schon ein gutes Vortraining, weswegen er dort beständig gut abschnitt (war hilfreich für die allgemeine Motivation…).
Außerdem folgten wir den Empfehlungen: Erstens; Franz beim Optometristen prüfen lassen, was auch einen gewissen Handlungsbedarf ergab, den wir aber zurückstellten, um Franz nicht komplett zu überfordern. Zweitens; beim Orthopäden die Blockierung der HWS behandeln lassen (KISS-Syndrom). Drittens; beim Psychologen bestätigen lassen (Test), dass Franz ein helles Köpfchen ist, und er mit seiner Intelligenz hatte lange seine Defizite kompensieren können.
Das Blatt fing an sich zu wenden. Ab Mitte des Low Level Training begann es sich auf sein Verhalten und vor allem auf seine schulischen Leistungen auszuwirken. Selbst im Cello-Unterricht blieb er länger bei der Sache und seine Lehrerin bescheinigt ihm, die Töne recht sauber zu treffen.
Ich klammerte mich an den Brain Boy wie an einen Strohhalm und reagierte entsprechend entsetzt, als Frau Theisinger meinte, wir müssen nicht mehr täglich damit trainieren. Dafür üben wir seit einem Monat nun mit dem Lateralgerät. Ich bin dabei „Was Hänschen nicht hört...“durchzulesen, um alles noch besser zu verstehen. Denn: eigentlich kann Franz ja gut lesen. Wir „programmieren“ durch das Training also sein Gehirn etwas um, dass er nicht so viel Aufmerksamkeit „vergeuden“ muss. Und bei Frau Theisinger werden gezielt frühkindlichen Reflexe integriert und weitere ergotherapeutische Behandlungen angesetzt. Ob der Optometrist später noch Handlungsbedarf hat, werden wir sehen.
Ich bin unendlich froh und dankbar, dass wir zu Frau Theisinger und zu Ihrem Verfahren, Herr Warnke, gefunden haben. Manchmal gibt’s auch Rückschläge. Franz ist noch auf dem Weg, aber uns ist der Pfad bekannt und ein Ziel erklärt. Das Beste: Franz ist wieder ein fröhliches Kind, kann unbeschwert seinen Übermut ausleben und seine glücklichen Momente voll genießen.
DANKE.
Kerstin und Franz Scheffler.
NACHTRAG:
Sehr geehrter Herr Warnke, sehr geehrte Frau Warnke,
einen herzlichen Dank für die nette Email. Ist noch ein toller Mut-Macher. Ich hab sie Franz vorgelesen und er war sehr stolz. Ich auch.
Wenn Sie die angehangene Variante verwenden, freue ich mich sehr, auf diese Weise anderen Mut machen und Zuversicht geben zu können.
Viele liebe Grüße,
Kerstin Scheffler
(26) Unsere Teilnahme am Aufbaukurs zum Warnke®-VerfahrenHallo Herr Warnke,
ich möchte Ihnen nochmals herzlichst für die tolle Weiterbildung am vergangenen Wochenende danken.
Wir vier Kolleginnen sind voller Begeisterung und Zuversicht zurück ins Thüringer Land gereist. Und wir hatten wirklich ein tolles Wochenende in der Wedemark - welches hauptsächlich Ihr Verdienst ist!
Am Montag habe ich in der Schule im Förderkurs sofort ausprobiert, wie die Kinder das EFI-EPI Training am Lateral-Trainer mit eingespielter Entspannungsmusik absolvieren und ich muss Ihnen sagen: Ich bin begeistert! Alle arbeiteten total entspannt und gelöst. Die Musik bewirkt keinerlei Störung, sondern fördert das konzentrierte Arbeiten enorm und entschleunigt vor allem das Training. Danke für diese tolle Information.
Ihre vielen weiteren wertvollen Hinweise werde ich in den nächsten Tagen ebenfalls in meine Trainingsarbeit einbauen und ich freue mich schon darauf.
Unsere Schulleitung hat auch schon teilweise der Anschaffung des BUPs zugestimmt, was mich besonders freut. Bisher setze ich „nur" den Brain Boy Universal und den Lateral-Trainer ein. Mit dem BUP wird manches dann noch effektiver und einfacher für mich.
Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie für die Zukunft alles Gute, viele zufriedene Therapeuten und glückliche Kinder!
Mit freundlichsten Grüßen
Heike L.
Erfahrungen mit der SchuleSehr geehrte Damen und Herren,
hiermit möchte ich den Lateral-Trainer AVT 7000 III für den Heimgebrauch bestellen. Mein Sohn hat Lerntrainingsstunden bei Herrn Hofmann besucht. Wir möchten diese bisher erfolgreichen Übungen fortführen. Für unseren Sohn sind weitere Entwicklungserfolge für seine weitere schulische Laufbahn, z.Zt. IGS von existentieller Bedeutung.
Ich bin an weiteren Informationen zu Möglichkeiten lernunterstützender Entwicklungshilfen zur Anwendung sehr interessiert.
Unser Sohn hat innerhalb von zwei Wochen durch Leseübungen mit dem „Indianertext“ fließend lesen gelernt und sich zugetraut in der Klasse laut vorzulesen, mit Erfolg! Das Lerntrainingsprogramm als solches hatte er Anfang Juni begonnen.
Mir ist wichtig, Ihnen dies mitzuteilen, da wir in der Schule keine adäquate Unterstützung erfahren haben. Wir haben Schule als Einrichtung, Lehrer sehr uninformiert, hilflos und nicht flexibel, alles insgesamt als Waffe eines Systems erlebt. Eine einzige Lehrerin aus der Schule am H. hat sich mit dem „Problem“ mit uns auseinandergesetzt.
Unser Sohn wurde an der IGS in Förderunterricht eingeteilt, er selbst stellte fest, dass er damit keine Lernerfolge erzielen konnte und wollte freiwillig diesen Unterricht verlassen.
Unser Sohn will lernen und besser werden, das sagt er und gibt sich reichlich Mühe, die Lehrer haben seine Auseinandersetzung damit für ihn negativ gewertet. Pädagogische Fähigkeiten konnte ich an diesem Punkt nicht erkennen.
Meine Einschätzung nach fehlen dem „Lehrkörper“ von Grund auf alle Informationen auf dem Fachgebiet „Lernen zu Lernen“.
Das Wissen und die Methode zur Anwendung müssen unsere Kinder reiche, es wird dann einige Schulsystemversager mit den bekannten sozialen Problemen weniger geben.
Jeden Morgen in der Straßenbahn werde ich durch die Kinder der Schule in der Fördereinrichtung daran erinnert.
Marie R.
* Aus Gründen des Datenschutzes sind die Namen verkürzt.
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